Tipps für starke Portraits in Schwarz-Weiss
Wie bekommt man toll aussehende Portraits in Schwarz-Weiss hin, ohne Zeit mit der Fotonachbearbeitung am Rechner zu verschwenden?
Wer meinen Artikel zu "Wieso man sich RAW sparen kann" gelesen hat, der weiss, dass ich bestrebt bin, ein Foto beim ersten Schuss so hinzubekommen, dass ich im Idealfall nichts mehr am Rechner nachbearbeiten muss. So gehe ich auch bei der Portaitfotografie in Schwarz-Weiss vor.
Ich nutze dafür den voreingestellten Schwarz-Weiss-Modus meiner Kamera und drehe dafür ein wenig an dessen Stellschrauben. Bei Canon heissen die Aufnahmemodi "Bildstile" und dort kann man unter anderem den Stil "Monochrom" auswählen. Bei jedem Bildstil ist es dann möglich, gewisse Einstellungen bzgl. Schärfe, Kontrast und Farbsättigung vorzunehmen. Dies geht bei allen neueren DSLR´s von Canon. Bei den Kompaktkameras kann man zumindest einen Schwarz-Weiss Modus auswählen. Bei meiner EOS 7D stelle ich dann noch den Schärferegler auf den vorletzten Wert hoch und den Kontrastregler auf Maximum. Zugang zu den Feineinstellungen bekommt man über einen Druck auf die Taste "Info". Aber auch das ist je nach Kameratyp unterschiedlich und sollte in der jeweiligen Bedienungsanleitung nachgelesen werden. Das Wichtigste für den oben gezeigten Look aber ist, dass man die Kamera etwas überbelichten lässt. Dies steuert man über die Bracketing-Funktion (Belichtungskorrektur), die fast jede Kamera besitzt.
Noch ein Tipp für die Ausleuchtung des Models. Beim oben gezeigten Foto herrschte bewölkter Himmel. Dies hat eine gleichmäßige Ausleuchtung des Gesichts zur Folge, was für Portaits ideal ist. Bei Sonnenschein sollte man sich ein schattiges Plätzchen suchen, damit keine hässlichen Schlagschatten im Gesicht entstehen. Wer meint, dass seine Portaits nicht scharf werden, sollte sich meinen Artikel über "Tipps für Scharfe Fotos" durchlesen.
Das ist auch schon alles. Das Wichtigste ist also, dass man sich mit der Bracketing-Funktion vertraut macht. Ihr werdet aber sehen, dass man ziemlich schnell entspannt und gekonnt damit umgehen kann. Tollen Schwarz-Weiss-Portraits steht dann nichts mehr im Wege!
Hier drehe ich auf "Plus", also überbelichten und teste dann aus, ob mir das Ergebnis gefällt. Je nach Lichtsituation muss man ein wenig mit der Bracketing Einstellung herumprobieren, bis einem das Ergebnis gefällt. Bei dem oben gezeigtem Foto ist das Einzige, das ich im Nachhinein am Rechner hinzugefügt habe, die stark ausgeprägte Vignettierung. Diese kann meine Kamera nicht intern erzeugen. Die Vignettierung bewirkt eine Konzentration des Betrachters auf das Hauptmotiv.
Belichtungskorrektur (Bracketing)

by Tomi K.
ToKoFoto.de