-Benutze ein Stativ, um scharfe Bilder zu erhalten (siehe auch Kapitel "Scharfe Fotos"). Dies ist bei der Landschaftsfotografie dann wichtig, wenn man bei Sonnenauf- bzw. Untergang oder vor allem nachts fotografiert. Natürlich kann man ohne Weiteres auch den ISO-Wert hochdrehen, um dadruch eine möglichst kurze Verschlusszeit zu erhalten. Viele Fotografen schätzen aber die etwas bessere Bildqualität bei niedrigen ISO-Werten.
-Suche bei der Gestaltung des Bildausschnitts nach "Linien" und  "Diagonalen".  Eine  Linie  oder Objekte, welche wie auf einer Linie aneinander  gereiht  sind,  leiten  das  Auge  des  Betrachters durch das Bild und machen es interessant.
- Verwende das richtige Objektiv. Wenn man die Landschaft verdichten möchte, muss man ein Objektiv mit langer Brennweite verwenden. Weitwinkelobjektive hingegen bilden auch viel vom Vordergrund ab. Man kann mit ihnen tolle Effekte erzielen. Vor allem wenn es Wolken am Himmel gibt, können Weitwinkelaufnahmen sehr spektakulär wirken.
Natürlich muss man sich nicht strikt an diese Regeln halten. Dennoch zeigt eine Vielzahl an gelungen Fotos, die sich dieser Regeln bedient, dass sie ihre Berechtigung haben.
Zwei-Drittel-Regel
Linien, Diagonalen
-Teile den Bildausschnitt anhand der "Zwei-Drittel-Regel" auf.  Dies haben auch schon Maler vor über hundert Jahren erkannt. Ein Bild das dieser Regel folgt, wirkt ausgewogener.
-Fokussiere auf eine geeignete Stelle. Bei Weitwinkelaufnahmen, die auch viel vom Vordergrund zeigen, sollte man nicht auf unendlich fokussieren. Der Fokus sollte etwas unterhalb unendlich liegen. So auf etwa 2/3 des max. entferntesten Punktes im Bild. Ich stelle hierzu das Objektiv auf manuellen Fokus und drehe den Fokussierring ganz bis zum Anschlag, dort wo das Zeichen für unendlich abgebildet ist. Dann drehe ich ein klein wenig in die entgegengesetzte Richtung. Das bringt meistens den gewünschten Effekt. Bei Landschaftsaufnahmen mit Telebrennweiten, die zum Ziel ein Verdichten der Landschaft haben, fokkusiert man einfach in die Mitte des Bildes.
Gelungene Landschaftsfotos
Landschaftsfotografie macht mir persönlich neben der Tierfotografie am meisten Freude. Als Anfänger kann man sich ein paar Regeln zu Herzen nehmen, die auch von vielen ambitionierten Landschaftsfotografen gerne angewandt werden.
-Wähle eine möglichst große Blende (wenn möglich zwischen 8 und 13). Hierdurch bekommt man eine hohe Tiefenschärfe, wodurch möglichst viel auf dem Bild scharf abgebildet wird.
-Mache Deine Aufnahme am frühen Morgen  bei  Sonnenaufgang  oder am  Abend  bei Sonnenuntergang.  Das  Licht  zu  diesen  Tageszeiten  ist  besonders  warm  und verleiht der Aufnahme daher etwas Besonderes. Das gleiche Foto bei grellem Tageslicht sieht meistens nicht so schön aus.
-Mache Deine Aufnahmen dann, wenn andere lieber zu Hause bleiben. Bei Nebel, Regen, Schneefall oder Gewitter können ganz besondere Fotos entstehen.
- Fotografiere   aus  ungewöhnlichen   Perspektiven,   z.B.  in   Bodennähe.   Aus  Augenhöhe  zu fotografieren ist zwar bequem, aber diese Perspektive ist gewöhnlich. Jeder Mensch sieht seine Umgebung   aus  genau  dieser  "Augenhöhe".    Daher  wirken  Bilder,  die  aus  einer   anderen Perspektive gemacht worden sind, ungewöhnlich und interessanter.

by Tomi K.
ToKoFoto.de