10. Engagiere Dich für Umweltschutz: Das tue ich hiermit in der Hoffnung, dass jeder, der das liest, sich selbst einige der hier aufgezählten Punkte zu Herzen nimmt.
Was ich persönlich zur Einhaltung der „10 Gebote zur Rettung der Erde" mache
Hallo liebe Besucher meines Blogs. Oft werde ich von Freunden oder Kollegen wegen meiner 10 Punkte zur Rettung der Erde kritisiert. Wie schon erwähnt bin ich kein Heiliger und halte mich zugegeben nicht an alle dieser Gebote. Aber dennoch versuche ich mich Stück für Stück daran anzunähern. Es ist mir eine Herzensangelegenheit und daher möchte ich hiermit aufzeigen, was ich persönlich dafür tue.
Niemand kann sich von heute auf morgen ändern, es ist immer ein mehr oder weniger langer Prozess. Aber wer Willens ist, kann das langfristig tun.
1. Heize weniger: Hierfür haben wir uns schon seit langem elektronisch geregelte Thermostate angeschafft. Diese werden einfach an das Ventil des Heizkörpers angebracht. Die Thermostate regulieren die Temperatur, so dass unnötiges Heizen vermieden wird. Auch lassen sie sich programmieren, so dass man bestimmte Zeiten, bei denen man nicht zu Hause ist, die Heizung auch auf noch niedrigerer Temperatur laufen lassen kann. Die Raumtemperatur stellen wir auf 21°C ein.
2. Spare Strom: Wir achten darauf, dass nur dort Licht brennt, wo dies unbedingt nötig ist. Weiterhin verwende ich Energiesparlampen, obwohl man sich hier darüber streiten kann, ob nicht doch konventionelle Glühbirnen auf lange Sicht ökologisch verträglicher sind. Unser Stromverbrauch liegt momentan bei 1500kWh im Jahr, was ein sehr guter Wert für einen zwei Personen Haushalt ist.
3. Verzichte auf Flugreisen: In den letzten 10 Jahren sind wir doch einige Male in den Urlaub geflogen. Es müssen so um die 7mal gewesen sein. Das ist viel zu viel, da wie bereits in den 10 Punkten beschrieben, fliegen den größten Umweltschaden verursacht, den ein einzelner Mensch legal herbeiführen kann. Meine Frau und ich  haben beschlossen, nun maximal noch alle 4 Jahre einmal per Flugzeug Urlaub zu machen. Dies ist ein Kompromiss, den ich mit meiner Frau eingegangen bin. Es gibt in Europa so viel zu entdecken, dass ein einziges Leben dafür nicht ausreichend ist! Aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit muss ich dennoch ca. alle zwei Jahre europaweit per Flugzeug eine Reise antreten. Momentan kann ich es mir jedoch nicht leisten, meinen Beruf deswegen an den Nagel zu hängen. Aber privat kann ich sehr wohl auf Flugreisen verzichten.
4. Verzichte auf das Auto: Hier werde ich zum Teil zu Recht, aber zum Teil zu Unrecht am häufigsten von Freunden kritisiert. 
Früher bin ich öffentlich zur Arbeit gefahren. Mittlerweile benutze ich hauptsächlich das Auto oder den Roller. Der Grund dafür ist, dass ich mir dadurch sehr viel Zeit spare, die ich lieber mit meiner Familie als mit den öffentlichen Verkehrsmitteln verbringe. Leider ist es in München immer noch so, dass ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen 1 und 2 Stunden länger pro Tag unterwegs bin. Diese Zeit ist mir einfach zu kostbar, als das ich sie in der S-Bahn verbringen möchte. Was kann ich also tun, um umweltfreundlicher zur Arbeit zu kommen? Ich habe mir einen gebrauchten Roller gekauft. Mit diesem kann ich 8 Monate im Jahr zur Arbeit fahren, wodurch sich der CO2 Ausstoß gegenüber dem Auto um 80% pro 100 km verringert.
Weiterhin wird mir vorgeworfen 3 Autos zu besitzen. Meine Frau besitzt einen 17 Jahre alten Toyota Corolla, den sie 1000 km im Jahr bewegt. Ich besitze einen 12 Jahre alten Jeep, mit dem ich 4000 km im Jahr zurücklege. 7000 km fahre ich mit meinem Roller. Darüber hinaus habe ich noch eine Corvette, die bald ein Viertel Jahrhundert alt wird. Mit diesem Schätzchen fahre ich nur ab und zu bei schönem Wetter, was einer Fahrleistung von ca. 1500 km im Jahr entspricht. Somit komme ich zusammen mit meiner Frau auf eine jährliche  Fahrleistung von ca. 13500 km. Dadurch verursachen wir einen CO2 Ausstoß von 2Tonnen pro Jahr.  Davon entfällt das meiste für den Weg zur Arbeit. Daher muss ich hier weiter ansetzen und noch häufiger mit dem Roller anstatt dem Jeep zur Arbeit zu fahren. Als Alternative werde ich öfters den Jeep zu Hause lassen und den Corolla meiner Frau benutzen. Bei meiner Frau ist die Verkehrsanbindung perfekt, so dass sie zu 100% öffentlich zur Arbeit fährt.
Ob wir nun 3 oder 10 Autos besitzen. Unser CO2-Ausstoß wird sich dadurch nicht verändern. Man kann immer nur mit einem Auto gleichzeitig fahren. Darüber hinaus sind es Gebrauchtfahrzeuge, die ökologisch weit verträglicher sind als supersparsame Neufahrzeuge! Z.B. wirkt sich die Sparsamkeit eines neuen Hybridfahrzeugs verglichen mit einem alten Gebrauchtfahrzeug erst nach 150.000 km positiv auf dessen CO2 Bilanz aus.
Noch ein anderer Vergleich  zum Nachdenken: Ein  Hin- und Rückflug von München nach New York erzeugt pro Person einen CO2 Ausstoß von 3,8Tonnen! Das entspricht einer Fahrleistung von 24.000km mit einem Mittelklasseauto. (Quelle: Atmosfair) „So viel Bionade kann ein Mensch in 100 Jahren nicht trinken, um das zu kompensieren!“ (Ein Zitat von dem Ökonom Niko Paech)
5. Kaufe gebraucht: Meine Kameras, Handy, Stereoanlage, Autos, Couch, Computer, Küche, Wohnung, Fahrrad, Roller und noch vieles mehr haben wir gebraucht gekauft. Dadurch wird die Nutzungsdauer der Gegenstände verlängert. Dies verhindert, dass neue Produkte produziert werden, was den Raubbau an der Natur vermindert.
6. Spare Wasser: Wasser spare ich auf verschiedene Art und Weise. Ich nehme z.B. keine Vollbäder mehr, aber auch durch meinen reduzierten Fleischkonsum trage ich erheblich zum Wassersparen bei. Die Fleischindustrie als Teil der Nahrungsmittelindustrie verursacht den mit Abstand größten Wasserverbrauch.
7. Kaufe regionale Bioprodukte: Alles was wir an Nahrungsmitteln benötigen, kaufen wir zu 90% im Bioladen. Wenn möglich auch Regional.
8. Verzichte auf Fisch: Maximal 1x pro Woche steht Fisch auf unserem Speiseplan. Dann aber nur aus dem Bioladen und aus nachhaltigem Fang oder besser noch nachhaltiger Zucht. Optimal wäre es regional gezüchteten Karpfen zu kaufen. Karpfen ist die einzig gezüchtete Fischart, die man ausschließlich mit pflanzlichen Nahrungsmitteln füttern kann. Alle anderen gängig gezüchteten Fischarten benötigen Fischmehl als Haupt- oder Futterzusatz.
9. Iss nur 1x pro Woche Fleisch: Daran halte ich mich. In der Kantine in meiner Arbeit esse ich z.B. überhaupt kein Fleisch mehr. Besser wäre es natürlich, komplett auf Fleisch zu verzichten.

by Tomi K.
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